Trauerfall und Begräbnis
Das „Begräbnis“ („Beerdigung“, „Beisetzung“ oder „Bestattung“) ist kein Sakrament und gehört auch nicht zu den Sakramentalien, ist aber dennoch im christlichen Glauben von großer Bedeutung.
Die Toten würdig zu bestatten gehört zu den Urbedürfnissen des Menschen. In der Art und Weise der Bestattung unterscheiden sich allerdings Kulturen und Religionen. Grundsätzlich und vereinfachend kann in der Geschichte zwischen Erd- und Feuerbestattung unterschieden werden. Für beide Formen gibt es frühgeschichtliche Zeugnisse, wobei die Erdbestattung wohl die ursprünglichere war. Erd- und Feuerbestattung wechselten sich in einzelnen Epochen ab und überlagerten sich zeitweise. Die Festlegung auf eine bestimmte Bestattungsform wurde motiviert durch religiöse Anschauungen, aber auch durch praktische Gründe. Für den christlichen Bestattungskult standen sowohl die jüdische Tradition als auch das Begräbnis Jesu Pate. Über den Totenkult in frühchristlicher Zeit geben uns vor allem die Katakomben detaillierten Aufschluss. Eindrucksvoll bezeugen diese unterirdischen Grabanlagen das Bedürfnis, den Leichnam der Verstorbenen in die Erde zu legen, auch wenn der zur Verfügung stehende Raum sehr beengt war. Die Kraftanstrengung, weitläufige Begräbnisstätten unter der Erde zu errichten, um dadurch dem christlichen Glauben Ausdruck zu verleihen, überzeugt umso mehr, als der Trend rund um die Zeitenwende im Römerreich die Feuerbestattung war. Im abendländischen Raum setzte sich in Folge der Christianisierung die Erdbestattung flächendeckend durch und blieb durch alle Jahrhunderte bestehen. Bis auf einzelne Gegenstimmen, war sie unumstritten.
Die Kirche empfiehlt nachdrücklich, dass die fromme Gewohnheit beibehalten wird, den Leichnam Verstorbener zu beerdigen; sie verbietet aber die Feuerbestattung nicht! Sie hält die Erdbestattung für die sinnfälligere Form in Bezug auf den Auferstehungsglauben!
Wohin wende ich mich im Trauerfall?
Im Trauerfall wenden Sie sich bitte an eines unserer Pfarrbüros, welche dann umgehend Ihnen den Kontakt zu einem unserer Seelsorger oder Seelsorgerin vermitteln. Diese begleiten Sie gerne in dieser schweren Zeit und bereiten mit Ihnen den ganz persönlichen Abschied von Ihrer*m Angehörigen vor.




