St. Nikolaus

 
Die Gemeinde St. Nikolaus umfasst die Gebiete Allensbach, Hegne und Kaltbrunn.
 
Das Patrozinium wird um den 06. Dezember gefeiert.
Die Biografie des Patrons können sie hier im Heiligenlexikon einsehen.
 
 
In wunderschöner Lage, mitten im Ortszentrum mit Blick auf den Bodensee steht die Pfarrkirche St. Nikolaus in Allensbach.
 
Ihre Geschichte reicht sicher bis in das 12. Jahrhundert zurück, wo an dieser Stelle eine kleine Kirche errichtet wurde. Diese wurde dem heiligen Bischof Nikolaus geweiht, denn die damals noch wenigen Einwohner lebten vor allem von den Erträgen des Sees. Die Pfarrkirche allerdings war bis 1486 für die Allensbacher St. Peter und Paul auf der Insel Reichenau, so mussten sie zu allen Gottesdiensten über den See rudern.
 
Erst in den Jahren 1732 bis 1735 wurde die Kirche in ihrer heutigen Form errichtet. Sie ist mit ihrem weithin sichtbaren barocken Zwiebelturm das Wahrzeichen Allensbachs.
 
Auf Anfrage werden gerne Führungen angeboten.
  
 

Deckenfresko

Um die Entstehung des Deckenbildes der Pfarrkirche St. Nikolaus rankt sich eine Legende die wir im Allensbacher Almanach, Jahrgang 1960, Nr. 10 entdeckt haben:
Es war im August und die gute Ernte glücklich unter Dach gebracht. In der ersten Zeit der Ernte war herrliches Wetter gewesen, aber gegen Ende derselben war das Wetter nicht mehr zuverlässig, es entstanden schwere Gewitter. Es ging schon dem Frauentag (Mariä Himmelfahrt) zu. An diesem Tag wollten die Leute des Städtleins Allensbach wieder eine Wallfahrt über den Überlinger See nach Birnau machen.
Am Sonntag vorher ging also der Schreinermatthes von Allensbach nach Wallhausen hinüber, um ein Segelschiff zu bestellen. Er hatte sich zu diesem Gang angeboten. Schweiß-triefend kam er dort an und begab sich zum alten Schiffmann Hamm. Der besaß ein gutes Schiff, eine Lädine, auf der viele Menschen Platz hatten. Über den Fahrpreis waren beide bald einig. Hamm sagte: "Wenn's Werktag wär', müßt' ich mehr verlangen; aber es ist ja dann Feiertag, da nehm' ich's mit der Bezahlung nit so genau; 's Fahren ist ja zu einem guten Zwecke".
Die Allensbacher geraten während der Wallfahrt über den See in ein schweres Gewitter. Während sie um das Überleben kämpfen, beten sie zum Hl. Nikolaus. Ihr Gebet wird erhört, sie werden auf wundersame Weise gerettet und können die Wallfahrt unbeschadet zu Ende bringen.
Später hat ein Maler an die Decke der Pfarrkirche Allensbach ein großes Bild gemalt das die denkwürdige "Allensbacher Schiffs-Wallfahrt nach Birnau" darstellt, dessen Inhalt und Bedeutung aber den meisten heutigen Allensbacher unbekannt sind.
Der Autor: Markus Ruf †
Quelle: Allensbacher Almanach, Jahrgang 1960 Nr. 10